HolzFachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Heizen mit Holz

modern – nachhaltig – klimaneutral

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Energieversorgung kommt der Nutzung erneuerbarer Energien eine zentrale Bedeutung zu. Den größten Anteil unter den erneuerbaren Energien nimmt bislang die Bioenergie ein. Eine bedeutende Maßnahme zur Verbesserung des CO2-Fußabdrucks ist die energetische Verwendung von Holz. In Deutschland liefert Energieholz ca. 66% der erneuerbaren Wärme. Insgesamt werden 85% der erneuerbaren Wärme durch Bioenergie gedeckt.
 

Pellets. Quelle: Dino Osmic - stock.adobe.com
Energieprodukte aus Holz. Quelle: Dino Osmic - stock.adobe.com

Holz als Energieträger

Besonders in privaten Haushalten hat der Einsatz von Holz als Energieträger eine ganz wesentliche Bedeutung. So werden zum Heizen in privaten Haushalten mehr Holzbrennstoffe genutzt, als in Holzheizkraftwerken und Anlagen für industrielle Prozesswärme zusammen. Die Gründe für das Heizen mit Brennholz sind vielfältig:

  • Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern ist der Brennstoff Holz CO2-neutral: Bei der Verbrennung von Holz wird nur die Menge an CO2 freigesetzt, die der Baum zuvor beim Wachsen aufgenommen hat. Die nachhaltige Waldbewirtschaftung stellt sicher, dass die Energieholznutzung klimaneutral ist.
  • Brennholz zeichnet sich durch einen geringen Aufbereitungsaufwand und kurze Transportwege aus. Haushalte heizen überwiegend mit Scheitholz aus Wäldern der Region. In Heizkesseln von Industrie und Gewerbe wird vorwiegend Restholz und Altholz zur Erzeugung von Strom und Wärme eingesetzt – am Ende von Nutzungskaskaden (Kreislaufwirtschaft des Holzes).
  • Die Pelletproduktion (Broschüre Holzpellets) ermöglicht eine gute Wertsteigerung und regionale Wertschöpfung aus Sägeresten. Heizen mit Pellets ist sehr komfortabel und zudem effizient.
Grafik Klimaschutz mit Holzenergie. Quelle: FNR 2021
Grafik Klimaschutz mit Holzenergie. Quelle: FNR 2021

Umweltverträgliches Heizen mit Holz

Ganz ohne Emissionen ist der Betrieb einer Feuerstätte nicht möglich. Bei jeder Verbrennung entstehen Nebenprodukte, wie beispielsweise Kohlenstoffverbindungen und Feinstaub. Heute ist es aber möglich, hoch effizient und emissionsarm mit Holz zu heizen. Die gesundheitsgefährdende Luftbelastung der Holzverbrennung kann effektiv reduziert werden.

  • Durch das richtige Anzünden und Feuern können vor allem bei Einzelraumfeuerstätten Emissionen wie zum Beispiel Feinstaub sehr deutlich gemindert werden (Broschüre Heizen mit Holz - so geht´s richtig)
  • Werden veraltete Holzöfen und Holzheizkessel gegen neue Holzfeuerungsanlagen ausgetauscht, ermöglicht dies eine Reduktion der Feinstaubemissionen um bis zu 90%. Gleichzeitig wird die Energieeffizienz verbessert und fossile Ressourcen werden geschont.

Bei der Entwicklung und Markteinführung emissionsarmer Holzheizkessel und Einzelraumfeuerungen sowie der Modernisierung des Anlagenbestandes sind hervorragende Fortschritte zu verzeichnen. 

Weitere Informationen zum Thema Heizen mit Holz liefert das Themenportal https://heizen.fnr.de 

Quelle: ©maho - stock.adobe.com
Energetische Holznutzung. Quelle: ©maho - stock.adobe.com

Projektförderung

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt über die FNR zahlreiche Vorhaben zur Wald- und Holzforschung mit dem Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe (FPNR) und zusammen mit dem Bundesumweltministerium (BMUV) über den Waldklimafonds

Weitere Informationen zu laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekten erhalten Sie in der Projektdatenbank